ZVEI
              sieht unterschiedliche Entwicklungen in der
              Elektroindustrie

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Unterschiedliche Entwicklung in der Elektroindustrie

Der ZVEI hat die Konjunktur in verschiedenen Bereichen der deutschen Elektroindustrie analysiert: Die Lichtindustrie erholt sich nur langsam, der Markt für Elektroinstallation legt deutlich zu.

Die deutsche Lichtindustrie musste 2020 einen Umsatzeinbruch von minus 14 Prozent hinnehmen. In diesem Jahr geht die Branche von einer leichten Erholung aus: Für das Gesamtjahr 2021 wird mit einer Steigerung von zwei bis drei Prozent gerechnet. „Die wirtschaftliche Erholung wird durch Lieferschwierigkeiten bei Elektronikkomponenten und Verzögerungen bei bestehenden Projekten belastet, sodass die Lage insgesamt nach wie vor kritisch ist“, sagt Dr. Jürgen Waldorf, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Licht.

Ganz anders entwickelte sich der Markt für Elektroinstallationssysteme: Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie schloss die Branche 2020 mit plus vier Prozent ab. „Für das laufende Jahr gehen wir von einem Wachstum von rund 13 Prozent aus“, sagte Klaus Jung, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme. „In den vergangenen Monaten wurde verstärkt in die eigene Immobilie investiert – der von der Corona-Pandemie nochmals beschleunigte Trend zum ‚Cocooning‘ hält an. Hinzu kommen mehr (sozialer) Wohnungsbau, Urbanisierung, die Renovierung des überalterten Bestands und eine starke Nachfrage nach Wallboxen."

Moderne Lichtlösungen entlasten Umwelt und Geldbeutel

Von der dringend nötigen Renovierungswelle im Gebäudesektor könnte auch die Lichtindustrie profitieren: „Um die politischen Klimaziele im Bereich Licht zu erreichen, muss die Renovierungsrate von derzeit drei auf fünf Prozent oder mehr angehoben werden. Nach unseren Berechnungen könnten durch Renovierung der Beleuchtung in den Sektoren Industrie und Gewerbe allein in Deutschland im Jahr 2030 circa 18 TWh Energie (34 Prozent) eingespart werden“, so Waldorf. Das entspräche voraussichtlich einer CO2-Einsparung von rund elf Millionen Tonnen. „Ökonomie und Ökologie gehen hier Hand in Hand: Eine Umrüstung von Altanlagen resultiert in besserer Lichtqualität und einer deutlichen Minderung des Energiebedarfs. Das entlastet Umwelt und Geldbeutel“, sagte Waldorf.

Der Gebäudesektor ist einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen. „Eine zukunftssichere Elektroinstallation und moderne Gebäudeautomation können maßgeblich dazu beitragen, das volle Effizienzpotenzial auszuschöpfen und den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen massiv zu verringern“, erklärt Jung.

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